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	<title>ANNA KRUSCH</title>
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		<title>Wieder in Deutschland, 23.07.2011</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 03:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sag mal&#8230; wolltest du nicht auch nach Asien?“ Klar. Wollte ich. War ich sogar. Und es war spannend. Ich kann euch also beruhigen&#8230; es sind nur Gerüchte, dass ich am Uluru hängen geblieben bin und von nun an in der <a href="http://www.annakrusch.de/wieder-in-deutschland-23-07-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Sag mal&#8230; wolltest du nicht auch nach Asien?“ Klar. Wollte ich. War ich sogar. Und es war spannend. <span id="more-2698"></span>Ich kann euch also beruhigen&#8230; es sind nur Gerüchte, dass ich am Uluru hängen geblieben bin und von nun an in der Wüste lebe. Naja, es wären welche, hätte es jemand behauptet. Hat aber keiner. Der einzige Grund, warum hier noch nichts von meiner weiteren Reise steht, ist, dass mich mein reales Leben schon wieder von meinem virtuellen abgelenkt hat. Klassisches Problem unseres Jahrtausends. Und so kommt es, dass ich mittlerweile wieder zu Hause angekommen bin, herzlichst begrüßt wurde, meine Homepage von <a href="http://www.walk-of-shame.de/anna/" title="Piraten kaperten meine Seite" target="_blank">Piraten gekapert</a> wurde und ich mich mittlerweile wieder auf der anderen Seite unseres schönen Planeten Erde. So schnell kann&#8217;s gehen&#8230;.und ihr wisst davon noch nichts, es sei denn, wir haben uns zwischenzeitlich gesehen, gehört oder geschrieben. Das ist natürlich möglich und wahrscheinlich. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es noch jede Menge Geschichten zu erzählen gibt&#8230; Ein paar aus Australien und viele, viele, viele von dem interessantesten Kontinent, den ich bereist habe&#8230; also schön immer weiter auf meine Seite schauen, ich verspreche euch, dass es hier ganz bald wieder Neuigkeiten gibt.</p>
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		<title>Verlängerter Aufenthalt am Uluru, 17.-18.02.2011</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 05:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Julia und Mark aus Liechtenstein, Mark aus Irland und noch einigen anderen, die ich bereits vergessen habe, sitze ich am Flughafen und warte auf meinen Abflug. Ich bin die Einzige, die nach Perth fliegt, der Rest strebt Richtung Osten. <a href="http://www.annakrusch.de/verlangerter-aufenthalt-am-uluru-17-18-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.annakrusch.de/the-rock-tour/uluru-3/" rel="attachment wp-att-2552"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Uluru-3-280x210.jpg" alt="" title="Uluru 3" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2552" /></a>Mit Julia und Mark aus Liechtenstein, Mark aus Irland und noch einigen anderen, die ich bereits vergessen habe, sitze ich am Flughafen und warte auf meinen Abflug.<span id="more-2701"></span> Ich bin die Einzige, die nach Perth fliegt, der Rest strebt Richtung Osten. Weil wir zufällig nebeneinander sitzen, unterhalte ich mich irgendwann mit Mark, dessen Irischen Akzent ich langsam zu verstehen beginne. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass er zum ersten Mal mehr als einen kurzen Satz sagt (und damit meine ich nicht nur im Gespräch mit mir, sondern ganz allgemein auf dieser Tour) und bei längerer Unterhaltung sogar ganz nett zu sein scheint. Mir scheint, er hat sich bisher einfach nicht getraut, den Mund aufzumachen (insofern man bei Iren überhaupt davon sprechen kann), denn er ist zum ersten Mal alleine unterwegs, eigentlich wollte er nur seine Freundin besuchen, die zum „Work &#038; Travel“ in Australien ist, aber die hat die Tour für ihn gebucht und alleine Reisen macht ihm Angst. Ein guter Grund die Klappe zu halten. Vielleicht nicht unbedingt so meine Art, aber das kann ja jeder halten, wie er will. Immerhin spricht er jetzt und so wird die Wartezeit dann doch recht angenehm. Vielleicht hätte ich das nicht denken, sondern über die Tortur des ständigen Wartens auf Reisen philosophieren sollen&#8230; Das Leben dachte sich wohl, es tue mir einen Gefallen, als ich kurz darauf eine Durchsage höre, die mir erzählt, dass mein Flug verspätet ist. Mark sagt: „Oh nein, wie ärgerlich für dich!“ Ich denke „Was soll&#8217;s? Ich sollte herausfinden, ob die hier irgendwo Kaffee verkaufen&#8230;“. Und sage es dann auch laut. Wenn mir das Leben schon versucht, auf seine seltsame Art etwas Gutes zu tun, dann sollte ich vielleicht auch einfach das Beste daraus machen.  </p>
<p>Irgendwann fangen die Durchsagen an wirr zu werden. Zuerst wird die Verspätung immer länger, dann heißt es, dass der Flug evtl. ganz ausfällt. Panik oder Unmut habe ich offensichtlich an diesem Tag delegiert, denn während Mark für mich die Apokalypse meiner Reise ausmalt, kann ich keinen einzigen Grund finden, warum es für mich schlechter sein sollte, erst morgen in Perth anzukommen und noch nicht heute. Ich gehe zum Schalter, um mal genauere Auskünfte zu bekommen und dort sagt man mir, dass ich einchecken könne, dann kann ich in den gesicherten Bereich und dort erhalte ich Wasser, Kaffee und einen Snack. Mit größter Wahrscheinlichkeit müsste ich dann aber wieder aus dem Bereich heraus, denn es sieht danach aus, dass der Flug storniert wird und wir in ein Hotel gebracht werden. </p>
<p>Ich wäge kurz Coffein gegen Gesellschaft ab und warte dann doch lieber außerhalb des Security-Bereiches. So eine Tasse Kaffee hält ja auch nicht ewig. Irgendwann verschwindet dann aber auch mein Gesprächspartner&#8230; zum Glück weiß kurz darauf auch die Fluggesellschaft was los ist. Das Flugzeug, dass uns eigentlich an die Westküste bringen soll hat ein technisches Problem. Deshalb können wir heute nicht los und werden stattdessen gleich von einem Bus abgeholt, der uns in ein Hotel bringt. Es gibt ein Abendessen und morgen nach dem Frühstück werden wir dann wieder abgeholt, zum Flughafen gebracht und nach Perth geflogen. Für mich klingt das alles nach einem sehr guten Plan. Vielleicht muss man eine Weile mit knappem Budget in Hostels unterwegs gewesen sein, um sich über so etwas zu freuen, aber für mich ist die Aussicht auf ein kostenloses Zimmer (ganz für mich allein), Abendessen, ausgiebiges Frühstück und das alles in einer Qualität, die ich (wenn überhaupt) seit Ewigkeiten nicht mehr hatte, ein wirklich großer Grund zur Freude. Und diese bin ich bereit zu teilen.</p>
<p>Um mich herum versammeln sich die anderen Passagiere der Maschine und während mir die Sonne aus dem Allerwärtesten scheint, besteht sonst allgemeine Grummellaune. Ich für meinen Teil finde es gut, nicht in einem Flugzeug zu sitzen, das irgendwelche „technischen Probleme“ hat. Sämtliche Auskünfte waren gut, die Wartzeit nicht allzulang und für mein Empfinden läuft die Problemlösung hier einfach absolut professionell. Daher bedanke ich mich bei den beiden am Schalter, die nach wie vor freundlich auf die meckernden Reisenden reagieren und tänzle zum Bus. Dieser lädt und uns vor der Lobby des schicksten Hotels ab, dass das Resort zu bieten hat und ich fühle mich plötzlich  nicht nur überglücklich, sondern auch so fehl am Platz, dass es mich schon fast wieder stolz macht. </p>
<p>Heute Morgen noch war ich wandern, trage also Cargo-Hosen, die bis zu den Knien rot eingestaubt sind. Dazu ein nicht unwesentlich durchgeschwitztes T-Shirt und natürlich Wanderschuhe. Mein Gepäck besteht aus einem großen und einem kleinen Rucksack, die beide schon bessere Zeiten erlebt haben und das gilt sowohl für Optik, als auch Geruch. Alle anderen Fluggäste (die ja jetzt keine sind, weil wir nicht fliegen) sind frisch geduscht, tragen eher elegante Freizeitkleidung und haben Koffer und Handtaschen neben sich stehen, die alle noch keine schlechten Zeiten gesehen haben. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass irgendwie alle die Mundwinkel nach unten gerichtet haben, während ich über beide Ohren strahle und mit meiner guten Laune vermutlich allen auf die Nerven gehe. Es herrscht allgemeine Unzufriedenheit, dass wir keine richtige Entschädigung bekommen, man für die zur Verfügung gestellten 25 Dollar nicht gescheit zu Abend essen könne und sowieso und überhaupt. Weil mir das Problem nicht so ganz klar ist und ich finde, die Leute sollten sich mal lieber freuen, dass sie überhaupt in so einem schönen Land Urlaub machen können, beschließe ich, meine Freude zu teilen, sie ist ohnehin zu viel für einen Menschen. </p>
<p>So unterhalte mich mit diversen Menschen und finde heraus, das bis auf ein Ehepaar, das eine Tour in Perth gebucht hat (und eine Reiseversicherung hat, die das finanziell lösen dürfte), keiner irgendetwas verpasst oder irgendeinen Schaden davon nimmt, dass wir einen Tag später in Perth ankommen. Trotzdem scheint es sie alle zu erstaunen, dass man sich über so etwas sogar freuen kann. Ist wohl doch alles eine Frage der persönlichen Situation und Perspektive. Was bin ich heute gerne ich. Schließlich hätte ich gar keine Lust, mich jetzt aufzuregen. </p>
<p>Eine Alleinreisende Engländerin Ende 30 lässt sich tatsächlich anstecken und auch einige andere scheinen zu bemerken, dass es sich vielleicht wirklich nicht zwangsläufig um das Ende der Urlaubsfreude handeln muss. Fast. Schließlich haben sie Hunger und wir müssen ja noch ewig auf unsere Zimmer warten. Und wieder lerne ich auf meiner Reise etwas für&#8217;s Leben: Kekse sind ein Garant für ein Lächeln. Gut, dass ich unterwegs meist welche dabei habe. So teile ich, die offensichtlich am unteren Rande des Reiseniveaus unterwegs ist, mein Essen mit der feineren Gesellschaft und muss darüber irgendwie schmunzeln.</p>
<p>Kurz darauf erkläre aber auch ich die Warterei für Zeitverschwendung und bitte die Damen an der Rezeption mein Gepäck zu lagern, damit ich spazieren gehen kann. In meiner fast endlos guten Laune bilde ich mir das vermutlich bloß ein, aber mir scheint, als freuten sich die Mädels, dass jemand wohlgelaunt einfach eine Alternative zum muffelig herumsitzen gefunden hat. So laufe ich ein Wenig durch die Hitze, schaue mir die Anlage des Ressorts ein Bisschen genauer an und als ich zum Hotel zurück komme, erhalte ich einen Schlüssel und begebe mich zum ersten Mal seit Alaska in ein Zimmer, das nur für mich alleine da ist. Mit einem Bad, ganz für mich alleine und sogar einem Fernseher, einem Wasserkocher und einer kleinen Auswahl an Teebeuteln&#8230; ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gut sich das anfühlt!!!!!</p>
<p>Innerhalb von Sekunden verwandle ich das Zimmer in absolutes Chaos, einfach nur weil ich es kann. Seit viel zu langer Zeit konnte ich nichts mehr einfach nur irgendwo liegen lassen und mich breit machen. Oder ohne nennenswerte Kleidung herumlaufen. Das muss genutzt werden. Außerdem schalte ich natürlich den Fernseher ein. Nicht, dass ich dem Programm auch nur die geringste Aufmerksamkeit schenke, aber das Flimmern freut mich. Dann geht es ersteinmal unter die Dusche. Schließlich muss ich sämtliche, dort aufgereihten Pflegeprodukte testen und so einen guten Wasserdruck, ein so sauberes Bad und niemanden der vor der Tür steht und wartet, gab es auch schon lange nicht mehr. Ja&#8230; die Wüste ist eigentlich nicht der richtige Ort, um eine ausführliche Dusche zu genießen, aber ich kann einfach nicht anders. Und die Handtücher sind so schön sauber und wohlriechend&#8230;. da muss ich mein Gewissen leider ignorieren. Außerdem war ich nach der abenteuerlichen Wüstentour auch wirklich angemessen dreckig.</p>
<p>Wieder im Reinen trinke ich erstmal fix einen Tee und dann geht’s ab in den Pool, ein paar Runden Schwimmen, ein Wenig Lesen und Sonnenbaden&#8230; wie kann denn irgendjemand auf die Idee kommen, sich bei einem solchen, auch noch kostenfreien, Angebot zu beschweren? Einfach unfassbar. Wenn ich es nicht besser wüsste, hielte ich mich selbst für eine Prinzessin. Ach, was soll&#8217;s ein bisschen Mädchenhaftigkeit darf heute sein und so werfe ich mich anschließend in mein schickes schwarzes Kleid, bei dessen Anprobe mir kurz die Luft wegblieb und beschließe, dass es Zeit für eine Fotosession vor dem großen roten Stein ist. Und vielleicht ist Natur ja gewillt, mir diesmal einen schönen Sonnenuntergang zu zeigen.<br />
Die Engländerin habe ich leider nicht wieder gefunden. Schade eigentlich, irgendwie ist das Leben in Gesellschaft ja doch amüsanter&#8230;</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/the-rock-tour/dancing-in-the-rain-1/" rel="attachment wp-att-2519"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Dancing-in-the-rain-1-280x210.jpg" alt="" title="Dancing in the rain 1" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2519" /></a>Am Sonnenuntergangsaussichtspunkt treffe ich ein australisches Ehepaar, das erstaunlicherweise gewillt scheint meine anstrengend gute Laune zu ertragen. Eigentlich nicht nur zu ertragen, sie erfreuen sich sogar daran, haben Spaß mit mir und der Mann lässt sich als mein persönlicher Fotograf anstellen, was extrem lustig, leider aber wenig erfolgreich ist. Gerade „Sprungfotos“ erfordern so einiges an Übung oder zumindest Gefühl für meine spätauslösende Kamera. Egal, es ist lustig und so vertreiben wir uns die Zeit, bis die Sonne ganz ohne Spektakel ihren Untergang vollzogen hat und es stattdessen ordentlich anfängt zu gewittern. </p>
<p>Schon bei den ersten Regentropfen flieht das Ehepaar und ich beschließe, mich darüber zu freuen, dass der Regen so schön warm ist. Schließlich freue ich mich heute über alles. Außerdem ist es mal wieder Zeit für eine kleine Session mir mir und dem Selbstauslöser meiner Kamera und so tanze ich albern im Regen, mitten in der roten Wüste Australiens, mit Uluru im Hintergrund bis ich patschnass bin und Hunger habe. Da es immer noch warm ist, beschließe ich, nichts gegen das Nass-sein zu tun und dafür lieber zügig etwas gegen den Hunger. Es treibt mich in ein Barbecue-Restaurant, in dem man sein Grillgut roh bekommt und es sich dann selbst zubereiten kann. Hier kann man sich einmal durchs Tierreich essen und Beilagen gibt es auch noch. Für ca. 18 Dollar bin ich mit meinen Garnelen dabei, bleiben mir also noch 7&#8230; da sollte ich doch noch woanders hin und dort schauen, was es zum Nachtisch gibt&#8230;. Alkoholische Getränke können wir mit unserem Gutschein leider nicht bekommen, egal, auf diesen Tag muss getrunken werden, kaufe ich mir eben ein Glas Weißwein, Wasser gibt es ohnehin wie überall kostenlos. </p>
<p>Zu meiner großen Freude (was auch sonst an diesem Tag) setzt man sich hier einfach an langen Tischen mit beliebigen Menschen zusammen und so gerade ich in eine Gruppe älterer Herr- und Damschaften aus England, die offensichtlich schon verdammt viel Spaß zusammen hatten und gewillt sind, sich auch gleich noch für mich zu freuen, weil ich so einen tollen Tag hatte. </p>
<p>Nach drei riesigen Garnelenspießen und entsprechenden Beilagen bin ich zwar vollgegessen, aber Nachtisch geht ja bekanntermaßen immer. Also ab in den Shuttlebus, der einen im Ressort herumfährt und auf zum nächsten Restaurant. Das hat leider schon zu. Bleibt noch das in meinem Hotel. Da muss ich ja eh hin. Das schließt aber auch gerade vor meiner Nase&#8230; Hmmm da hab ich wohl zu lange im Regen getanzt&#8230; und es somit nicht geschafft, meinen 25 Dollar Essensgutschein aufzubrauchen&#8230; trotzdem bin ich satt mit vermutlich dem besten Essen seit&#8230; langem. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/the-rock-tour/anna-enjoying-her-posh-hotel-room/" rel="attachment wp-att-2513"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Anna-enjoying-her-posh-hotel-room-280x210.jpg" alt="" title="Anna enjoying her posh hotel room" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2513" /></a>Dann gehe ich halt auf mein Zimmer. Mein Zimmer. Nur für mich. Mit einem riesigen Bett, das nicht durchgelegen ist, aber dafür ganz frisch bezogen&#8230; ich möchte fotografisch festhalten, wie sehr es mich freut und verbringe gute zwanzig Minuten damit, auf dem Bett herumzuspringen und ein Bild zu machen. Gar nicht so einfach. Und ziemlich anstrengend. Hätte ich gar nicht gedacht. Macht aber unglaublich viel Spaß&#8230; ok&#8230; damit war zu rechnen.</p>
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		<title>The Rock Tour</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 05:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<title>The Rock Tour, 15.-17.02.2011</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 05:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Alice Springs ist nicht weiter der Rede Wert. Vielleicht unterschätze ich das Städtchen auch, weil ich ihm nicht genug Zeit gebe, um seinen Charme auf mich wirken zu lassen&#8230; in dem halben Tag, den ich dort verbringe erlebe ich es <a href="http://www.annakrusch.de/the-rock-tour-15-17-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2524" rel="attachment wp-att-2524"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Finally-a-good-jumping-picture-280x210.jpg" alt="" title="Finally a good jumping picture" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2524" /></a>Alice Springs ist nicht weiter der Rede Wert. Vielleicht unterschätze ich das Städtchen auch, weil ich ihm nicht genug Zeit gebe, um seinen Charme auf mich wirken zu lassen&#8230;<span id="more-2682"></span> in dem halben Tag, den ich dort verbringe erlebe ich es allerdings eher als ein Dreckloch in dem man einen extrem schlechten Eindruck von den Aborigines bekommt, weil sie überall herumlungern und einen auf unangenehme Weise ansprechen. Die Stadt ist der einzige Ort in Australien, an dem man gewarnt wird (von Reiseführern, Hostelbesitzern und quasi jedem, dem man begegnet), sich im Dunkeln alleine (oder in zu kleinen Gruppen) draußen aufzuhalten. Egal ob männlich oder weiblich. Schon tagsüber fühle ich mich nicht gerade wohl, als ich durch die Straßen gehe. Das ist vor allem deshalb schade, weil ich vermutlich nicht die einzige Reisende bin, die zu Verallgemeinerungen neigt. Und die problemstiftenden Aborigines in Alice Springs nicht unbedingt repräsentativ für alle Ureinwohner sind, sondern im Gegenteil Menschen, die es sich auf verschiedenste Art und Weise mit ihren Stämmen verscherzt haben und diese deshalb verlassen mussten&#8230; Ausgestoßene quasi, die wir zwangsläufig (weil wir sonst nicht vielen begegnen), als den Normalfall ansehen. </p>
<p>Nach Alice Springs (das nebenbei bemerkt noch mehr mitten in der Wüste liegt, als Las Vegas, glaub ich, aber viel weniger blinkt) kommt man hauptsächlich, um von dort aus auf eine Tour zum Uluru (Ayers Rock) zu gehen. Der große rote Stein in der Mitte des Kontinents ist nicht nur „das“ Wahrzeichen Australiens, sondern auch eine Kultstätte der Aborigines. Hier wird man zwangsläufig damit konfrontiert, wie unschön die Atmosphäre für sie wurde, als die Engländer hier Fuß fassten. Um es mal ganz milde auszudrücken. Alles, was wir heute als sehenswert erachten, hatte schon einen Aborigine Namen, den die Engländer geflissentlich ignorierten. Erst seit wenigen Jahren werden diese wieder benutzt, ich erwähne hier einfach mal beide. Den einen aus Prinzip, den anderen wegen seiner Bekanntheit und weil es leichter scheint, ihn auszusprechen.</p>
<p>So steige auch ich am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang wieder in einen Tourbus. Unser Guide heißt Elli, eine winzige Mitzwanzigerin mit unglaublicher Energie, die mit allen Mitteln versucht, in der Gruppe gute Laune aufkommen zu lassen. Das gelingt ihr allerdings nicht wirklich und damit ihr einen kleinen Eindruck davon bekommt, warum das so ist, beschreibe ich euch meine Reisegruppe mal etwas detaillierter (und das nicht nur, weil ich weiß, das mein Onkel und wie ich gerade höre auch meine Mutter, Fans meiner Personen-Charakteristiken sind):</p>
<p>Meine Mitreisenden sind so eindrucksvoll keinen wirklichen Eindruck auf mich gemacht, dass ich tatsächlich sämtliche Namen vergessen habe, daher werde ich der Einfachheit halber auf die altbewährte Methode zurückgreifen und alle Mädels Julia und alle Jungs Mark nennen. Wo fange ich an&#8230; am besten halte ich mich grob an die Sitzordnung im Bus&#8230; also: </p>
<p>Da wären Julia und Mark aus der Schweiz. Verheiratet oder seit Ewigkeiten ein Paar. Die beiden sind nicht gerade Plappermäuler, genau wie Julia und Mark aus Liechtenstein, weshalb ich die Biographien der beiden Päärchen gerne verwechsle. Ein Paar ist Ärzte, mit dem anderen sind sämtliche Versuche der Kommunikation (und glaubt mir&#8230; Smalltalk kann ich mittlerweile) nie so weit gekommen genaueres herauszufinden. Immerhin weiß ich, dass ich jetzt gerne mal nach Liechtenstein möchte. Genauergesagt möchte ich gerne mal durchlaufen. Weil es geht. Wo hat man sonst die Gelegenheit in so kurzer Zeit ein Land zu durchqueren? Die beiden Päärchen sind auch vom Erscheinungsbild relativ ähnlich. Die beiden Julias sind klein, zierlich und blond, die beiden Marks etwas größer und unauffällig. Keine Ecken, keine Kanten, alle vier ausgestattet in Outdoorkleidung, die sie sich anscheinend direkt vor der Reise zugelegt haben. </p>
<p>Dann ist dort Julia aus Dänemark. Sie sieht so ganz und gar nicht Dänisch aus. Klein, dunkle kurze Haare eher burschikos. Krankenschwester, schüchtern und schweigsam. Außerdem die beiden Julias   aus Frankreich, die mit zwei Marks, ebenfalls aus Frankreich irgendetwas zwischen einer Beziehung und einer Freundschaft pflegen zu scheinen. Die vier sprechen gerne und laut, allerdings hauptsächlich französisch. Der englische Wortschatz der Mädels scheint sich hauptsächlich auf „Mir ist heiß!“ und „Ich will endlich duschen“ und „Wann sehen wir denn endlich Ayers Rock?“ zu beschränken. Leider verstehe ich diese Sätze auch auf Französisch, so dass sich in mir mit zunehmender zeitlicher Entfernung der Verdacht erhärtet, dass die beiden vermutlich in keiner Sprache etwas anderes sagen. Ach doch&#8230; als es am ersten Abend darum geht Bier zu kaufen, sind sie auch ganz groß dabei was in mir die Hoffnung auf Kommunikation geweckt hat&#8230; mit anderen zusammensitzen, Bier trinken und vielleicht eine gute Zeit haben, ist dann aber doch nicht so ganz deren Ding. </p>
<p>Ganz europäisch sind wir nicht, sondern haben einen Kanadier an Bord. Tatsächlich die einzige Person, deren Namen ich mir gemerkt habe, denn er heißt wirklich Mark. Er ist „Bushfirefighter“ und sollte ich jemals in ein Buschfeuer geraten, so ist er definitiv jemand, auf dessen Hilfe ich vertrauen würde, denn er könnte mich vermutlich mit einem Arm aus dem Wald tragen und mit dem anderen gleichzeitig eine Kleinfamilie inklusive Katze retten. Er scheint seinen Traumjob gefunden zu haben, dieser beinhaltet es aber, dass er manchmal Wochenlang, nur mit seinen Kollegen, irgendwo im Busch lebt und entsprechend bezeichnet er die Einsamkeit als „sein Ding“. Worte eher nicht so. (Obwohl ich ihn am letzten Morgen beim Hike um Uluru tatsächlich zu einer Unterhaltung gebracht habe und jetzt über ein unglaubliches Wissen über Bushfirefighting verfüge. Z.B. dass die Feuerwehrmänner im Einsatz mal eben 9000 Kalorien verdrücken und gleich verbrennen (no pun intended)). Und dann sind da noch Mark und Mark aus England. Ersterer stellt sich selbst als „das Baby“ vor, er ist nämlich erst 18. Letzterer bringt mich ziemlich lange zum Grübeln. Er ist noch älter als ich (und ich habe die Vermutung, das will in diesem Bus bzw. unter Reisenden in diesem Land, etwas heißen), winzig klein, zierlich, Haare und Bart haben -wo vorhanden- die gleiche Länge und sind auf dem Weg eher grau zu sein, als meliert. Aber irgendwoher kenne ich seine Stimme. Nach einer Ewigkeit komme ich drauf. Er klingt wie Tobi! Würde er nicht direkt hinter mir sitzen und mir so erlauben, mich nur auf die Stimme zu konzentrieren, wäre ich vermutlich nie drauf gekommen.</p>
<p>Ein Ire darf natürlich auch nicht fehlen und so haben wir Mark mit an Board. Der Gute ist ziemlich grummelig, wirkt ein wenig deplatziert, spricht kaum und wenn, dann mit diesem irischen Genuschel, das beim besten Willen keiner verstehen kann, der nicht selbst von der Grünen Insel ist. Natürlich bin ich nicht die einzige Deutsche im Bus, denn mit dabei sind noch zwei Kerls mit Namen Mark. Vom äußeren Erscheinungsbild würde ich die beiden eher am Ballermann vermuten, als in der Wüste Australiens. Als ich mich mit ihnen unterhalte, ändere ich diese Meinung kein Stück. Der eine ist dünn, weit entfernt von jedem Muskelansatz, schütteres, blondes Haar, trägt Hawaiihemden, hat „Wirtschaft“ studiert, ist gerade fertig und muss erst mal raus. Der andere ist kräftiger, trägt T-Shirts, die um den Bauch herum gerne etwas mehr Freiheit hätten und liebt Sprüche, die vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen irgendwo unter der Gürtellinie liegen. Auch er hat irgendwas mit Wirtschaft studiert, ist gerade fertig und muss sich ersteinmal erholen. Beide sind Ende 20 und haben sich ein wenig Zeit gelassen mit dem Studium. Und dann ist da noch ein weiterer Typ, von dem ich alles vergessen habe, außer sein Name: Er heißt Mark. </p>
<p>Und so ist die Stimmung relativ schläfrig und das obwohl wir mit Eddings an die Fensterscheiben malen dürfen und jeder die Geschichte seines ersten und letzten Kusses erzählen musste. Mal abgesehen davon, dass es natürlich bei den Päärchen zu einer unglaublichen Aufregung kommt, ob denn auch beide das Richtige sagen. Uiuiui&#8230; Mir ist klar, dass ich diese Gruppe eher als soziales Experiment betrachten sollte, als als Quelle für neue Freundschaften&#8230;</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2559" rel="attachment wp-att-2559"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Kings-Canyon-5-280x210.jpg" alt="" title="Kings Canyon 5" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2559" /></a>Irgendwann kommen wir zu unserem ersten Stopp, dem „King&#8217;s Canyon“. Hier geht’s zu unserer ersten Wanderung und wer nicht mindestens drei Liter Wasser dabei hat (leere Flaschen reichen, kann man im Bus auffüllen), darf nicht mit. Viel zu Hoch ist die Gefahr einer Dehydrierung, wenn man sich bei der Hitze in der Wüste bewegt. Natürlich hören wir allerhand Schreckensgeschichten von Tour-Teilnehmern, die nicht auf ihre Guides gehört haben und dann keinen sonderlich guten Tag hatten. Bei mir stößt das natürlich auf offene Ohren, schließlich habe ich bereits im gut klimatisierten Deutschland eine irrationale Angst zu dehydrieren. Die beiden Französinnen sind ganz allgemein nicht von dem Konzept überzeugt, sich aus dem klimatisierten Bus zu bewegen und zu laufen. Vor allem, weil das ja gar nicht Uluru ist. Irgendwann kommen sie dann aber doch mit und man sieht, dass ihre beiden Marks eigentlich lieber einen Schritt schneller laufen würden, statt mit ihren Mädels hinterher zu trödeln.  </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2525" rel="attachment wp-att-2525"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Gumtree-280x210.jpg" alt="" title="Gumtree" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2525" /></a>Wir haben aber Glück. Es ist etwas bewölkt und daher viel „kälter“ als gewöhnlich. Und so ist die Wanderung zwar anstrengend, aber die drei Liter braucht keiner von uns. Der King&#8217;s Canyon ist schon sehr schön. Nichts gegen den „Grand Canyon“, aber mit dem sollte ich nichts vergleichen und auch nichts gegen die kleinen Canyons in den Rockies, die sind nämlich ganz anders, aber schon auch sehr schön (eigentlich sogar schöner, aber ich sollte mir abgewöhnen so wählerisch zu sein). Am faszinierendsten finde ich jedoch, was Elli uns so über Flora, Fauna und Aborigines erzählt. So sind z.B. die „Gumtrees“, so perfekt an die unwirtlichen Lebensbedingungen in Australien angepasst, dass sie nicht nur Feuer brauchen, um sich zu vermehren (das gilt übrigens auch für die Pine-Trees in Kanada, dank Mark bin ich da informiert), sondern auch die Wasserversorgung zu einzelnen Ästen abschneiden können. Wenn sie also merken, dass nicht genug Wasser für den ganzen Baum vorhanden ist, lassen sie einen Ast absterben und retten damit den Rest des Baumes. Ziemlich genial, wie ich finde. Außerdem produzieren sie ein weißes Pulver, dass als Sonnenschutzmittel wirkt. Grandios.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2547" rel="attachment wp-att-2547"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Swimming-in-the-Garden-of-Eden-280x210.jpg" alt="" title="Swimming in the Garden of Eden" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2547" /></a>Höhepunkt am „King&#8217;s Canyon“ ist das Paradies. Wie kann ein Besuch im Paradies auch nicht Höhepunkt sein? Im Garten Eden gibt es ein Wasserloch, in dem wir baden können und es auch tun. Prinzipiell spricht nichts dagegen, dies in Badekleidung zu tun, da ich aber endlich mal die Chance habe, in voller Bekleidung schwimmen zu gehen und die dann folgende Verdunstungskälte als meine persönliche Klimaanlage zu nutzen, schwimme ich lieber in Hose und T-Shirt. Das macht auch alles soweit Spaß, als ich dann aber komplett bekleidet und entsprechend triefend nass, versuche aus dem Wasserloch zu klettern und auf den glitschigen Steinen immer wieder ausrutsche, bis ich es endlich heraus schaffe, fühle ich mich doch wie das genaue Gegenteil von Halle Berry in James Bond&#8230; Wie gut, dass Pierce Brosnan nicht zu meiner Reisegruppe gehört. </p>
<p>Bei diesen Temperaturen ist so ein erfrischendes Bad wirklich paradiesisch, der Ort hat seinen Namen verdient, finde ich. Trotzdem freue ich mich, keine Schlange zu entdecken. Denn ganz ehrlich&#8230; in diesem Land könnte die Begegnung mit einer Schlange definitiv noch unangenehmer enden, als mit der Tatsache, dass uns Feigenblätter nicht mehr genügen&#8230; Die Gelegenheit, im Garten Eden einen Apfel zu essen, lasse ich mir trotzdem nicht entgehen. Kann ja eigentlich nix passieren, ich hab ja einen Bauchnabel, Eva heiße ich auch nicht und Adams gibt’s hier ebenfalls nicht. Es heißt ja eh jeder Mark.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2516" rel="attachment wp-att-2516"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Big-rabbit-280x210.jpg" alt="" title="Big rabbit" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2516" /></a>Außerdem entdecke ich einen Felsen, der Aussieht, wie ein Hase. Nicht mal Elli kannte den und entsprechend auch keine Aborigine-Geschichte, die dazu passt. Ich werde mir bei Gelegenheit eine ausdenken. Nach dem Frosch in Neuseeland ist er definitiv der coolste Fels. Langsam habe ich eine ganze Sammlung und außerdem das Gefühl, dass man einen Blick dafür entwickelt&#8230; </p>
<p>Am Abgrund des Canyons machen wir das erste und einzige Gruppenfoto auf dieser Tour. Leider kann ich es euch nicht zeigen, weil Julia, die es an alle weiterschicken sollte, wohl unter der Dusche ihre Mission vergessen hat&#8230; arrggghhh.</p>
<p>Danach müssen wir Holz für&#8217;s Lagerfeuer suchen und dürfen alles zum Anhänger schleppen, was tot ist, also kein Grün mehr hat. Lange nicht mehr so viel Spaß gehabt. Sich einfach an einen Ast hängen und so lange wippen bis er abbricht, ist ja schon irgendwie nach meinem Geschmack&#8230;  Wen ich allerdings nicht mit nennenswertem Holz in der Hand sehe, sind die beiden französischen Julias&#8230; genau diesen Eindruck von ihnen hatte ich ja von Beginn an&#8230; das muss ich weiter beobachten, so unfair bin ich zugegebenermaßen&#8230; erwartungsgemäß halten die beiden sich auch gleich raus, als es ums Abendessenkochen (bzw. Kleinschneiden von Gemüse) geht. Aber da mussten sie sich wohl noch von ihrem Schock erholen, denn mitten im Nichts, wo wir heute Nacht kampieren werden, gibt es keine Duschen. Die beiden fanden es gar nicht lustig, als Elli dies  begleitet von einem „Wir werden nach den drei Tagen alle so richtig schön dreckig sein und übel riechen!“, erwähnte. Versteht mich nicht falsch, auch ich bin durchaus ein Freund von regelmäßiger Körperhygiene, aber wenn ich mich auf eine dreitägige Tour ins Outback begebe, die mit „Aktivität und Abenteuer“ wirbt und klar ist, dass wir nicht in Hostels schlafen, rechne ich nicht mit fließend Wasser&#8230; </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2518" rel="attachment wp-att-2518"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Campfire-maintenance-280x210.jpg" alt="" title="Campfire maintenance" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2518" /></a>Die ganze Tour ist relativ rustikal, nicht weiter erstaunlich, wenn man einen Blick auf die Werbebroschüre geworfen hat. Die erste Nacht verbringen wir auf einer Farm. In diesem Fall heißt das: auf einem Fleckchen rotem Sand mit Feuerstelle, einem Plumsklo und einer kleinen Überdachung für den Notfall. Dass es sich um das Gelände einer Farm handelt, weiß ich nur, weil man es uns sagt. Kein Haus weit und breit, keine wirkliche Straße und auch die zigtausend Kühe, die es hier wohl gibt, sind weit entfernt. Wir machen ein Lagerfeuer, in dem wir auch gleich unser Abendessen kochen. Aus Emailleschüsseln gibt es dann Kartoffel-Möhren-Durcheinander, Reis und wer mag Chilli. Es ist unglaublich, wie sehr ich es genieße, mein Abendessen mehr oder weniger im Staub sitzend zu verputzen. Wiedereinmal stelle ich fest, dass ich Land-Dreck gar nicht schlimm finde. Etwas Staub im Essen hat noch keinem geschadet. In der Stadt finde ich es allerdings mehr als unangenehm etwas zu essen, wenn ich mir vorher die Finger nicht ordentlich waschen kann&#8230;</p>
<p>Der größte Teil der Gruppe verzieht sich direkt nach dem Essen zum Schlafen oder zumindest in Ecken, die weitere Interaktion mit Fremden nicht zulassen. Ich trinke mit den beiden Marks aus Deutschland, dem Bushfirefighter und Mark aus England noch ein Bier (was zugegebenermaßen sehr lustig ist, wenn man sie nicht allzu ernst nimmt) und dann verkrieche auch ich mich in meinen SWAG. Swags sind Matratzen mit aufgenähtem Schlafsack/Minizelt&#8230; naja&#8230; so ähnlich. Man nimmt schon noch einen normalen Schlafsack (in meinem Fall nur so ein Seidending, aber das reicht), aber kann sich halt gegen Regen schützen. Außerdem sind die Dinger ziemlich weich, gemütlich</p>
<p>Über uns ist eine gigantische Anzahl an Sternen, die sich im Kunstlicht der Städte lange Zeit vor mir versteckt haben. So einen wunderschönen Sternenhimmel habe ich wirklich erst einmal gesehen&#8230; auf dem Vulkan in Hawaii&#8230; und wann ich das letzte Mal direkt unter den Sternen geschlafen habe, weiß ich gar nicht mehr&#8230; ach doch&#8230; auf der Fähre durch die Inside-Passages in Alaska&#8230; naja fast. Das hier ist nochmal eine ganz andere Nummer, schon alleine, weil ich nicht befürchten muss, dass mich jemand mit Oliven bewirft.</p>
<p>Den ganzen Tag saßen wir im Bus oder sind herumgelaufen und jetzt umgibt mich eine Ruhe, die ich in den letzten Monaten, in all den Hostel Dorms nicht hatte. Selbst die wenigen Schnarcher legen sich weit weg von allen anderen. Und auch wenn ich nur selten wirklich schlecht schlafe, so gut wie hier, fernab von jeglicher Zivilisation, neben dem Lagerfeuer auf meinem gemütlichen Swag, war es schon lange nicht mehr&#8230; </p>
<p>Es ist noch dunkel, als Elli uns aufweckt, um in den nächsten Tag zu starten. Bereits am Vorabend habe ich festgestellt, dass mir das Plumsklo nicht wirklich liegt. Schon alleine, weil es irgendwann um einige Zentimeter versetzt wurde und sich daher nun vor dem eigentlichen Donnerbalken ein weiteres Loch befindet. Dieses zu überwinden bin ich einfach zu klein. Und mal ganz ehrlich&#8230; bei Sonnenaufgang hinter einem Busch zu hocken und das wunderbare Farbspiel am Himmel zu beobachten, hat eine ganz besondere Abenteuer-Romantik, der ich mich nur zu gerne hingebe.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2529" rel="attachment wp-att-2529"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Kata-Tjuta-1-280x210.jpg" alt="" title="Kata Tjuta 1" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2529" /></a>Nach dem Frühstück (unglaublich, wie gut Instant-Kaffee bei solchen Gelegenheiten schmeckt) fahren wir dann doch ersteinmal zu dem Campingplatz am Uluru, dort gibt es nämlich Duschen. Und so sind wir allesamt sauber und wohlriechend, als wir zum nächsten schweißtreibenden Hike aufbrechen. „Kata Tjuta“, auch bekannt als „Die Olgas“ ist unser Ziel. Diverse rote runde Felsen, die einfach unglaublich schön sind. Unsere kleine Wanderung ist auch hier wieder anstrengend. Und das obwohl der größte Teil der Gruppe (inkl. mir) den einfacheren, aber dafür schöneren Weg wählt. (Einige Jungs nehmen natürlich die sportliche Variante. Dazu zählen auch die Begleiter der französischen Julias – die das nicht so gut finden – und meine Vermutung ist, dass es sich dabei eher um eine Flucht, als um den Wunsch nach körperlicher Betätigung handelt) </p>
<p>Es ist ohnehin weniger der Weg, als einfach nur die Hitze, die einen bereits bei den kleinsten Bewegungen zum Wasserauswurf bringt. Und wir haben noch Glück: selten ist es um diese Jahreszeit so „kühl“ in dieser Region. Aber was wir sehen ist jede Anstrengung wert und mal ganz ehrlich: rote Felsen sehen auf Fotos auch gleich viel schöner aus, wenn man einen blauen Himmel dazu hat. Und bei all dem Grün wäre ich auch wirklich enttäuscht, wenn ich in der Wüste nicht mal schwitzen würde. Elli teilt derweil ihr Wissen über die Region, die Aborigines und die medizinische Wirkung diverser Pflanzen mit uns. Wirklich spannend und alleine all die „Traumzeit“ Geschichten, die Aborigine-Mytologie, in der z.B. die Entstehung von Kata Tjuta, Uluru etc. erklärt werden, sind einfach faszinierend. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2530" rel="attachment wp-att-2530"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Kata-Tjuta-2-280x210.jpg" alt="" title="Kata Tjuta 2" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2530" /></a>Viele Touristen sind hier nicht unterwegs, aber hin und wieder habe ich dann doch das Gefühl, dass irgendein (vermutlich deutscher) Imkerverein auf Klassenfahrt in Australien gelandet ist. Eine erstaunlich hohe Anzahl an Touristen trägt lächerliche Fliegennetze über dem Kopf, die durchaus die Fähigkeit haben, mich eine ganze Weile lang zu amüsieren. Zwar habe auch ich von den Fliegenmassen gehört, die einem hier angeblich in Augen und Ohren herumkriechen und sämtlichen Nerv rauben, aber was ich hier erlebe, ist nun wirklich nicht dramatisch. Die paar Fliegen. Und die stechen einen ja nicht mal&#8230; alles Pienschen. Zugegebenermaßen sind es mehr, als ich gewöhnt bin, aber da sie mir ja nichts tun, lasse ich sie auf mir sitzen, übe mich in Selbstbeherrschung (was von diversen Mitmenschen honoriert wird, die eine eher aggressive Haltung an den Tag legen) und irgendwann verschwinden sie ja auch wieder. Man muss sich ja auch nicht über alles aufregen.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2543" rel="attachment wp-att-2543"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Silly-me-280x210.jpg" alt="" title="Silly me" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2543" /></a>Zum Sonnenuntergang sehen wir ihn dann zum ersten Mal. Den verrosteten Stein in der Mitte des Kontinents, für den wir alle mehrere tausend Kilometer gereist sind. Wir sind früh genug am Aussichtspunkt, um einen wirklich grandiosen Platz zu ergattern. Um uns herum werden Tische aufgebaut, mit weißen Tischdecken geschmückt, Gläser platziert und als die großen Busse mit massenweise gut gekleideten Touristen ankommen, knallen die ersten Korken. Wir machen derweil alberne Fotos und trinken Dosenbier. Es gibt einfach unzählige Varianten, wie Reisende ein und das selbe sehen, aber trotzdem so unglaublich unterschiedliche Erlebnisse haben können&#8230; das größte Gelächter kommt aber definitiv von uns. Die Natur allerdings verspürt keine große Lust, uns ein ordentliches Spektakel zu zeigen und die Sonne verschwindet einfach so und ohne den Himmel sonderlich bunt zu machen. Schade. Aber wir haben ja noch den Sonnenaufgang. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2545" rel="attachment wp-att-2545"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Swag-Sumo-280x210.jpg" alt="" title="Swag Sumo" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2545" /></a>Zurück auf dem Campingplatz ist dann die Stimmung mal wieder eher dröge. Wirklich faszinierend, wie sich so eine Gruppe so gar nicht zu einer Gruppe oder wenigstens mehreren Untergruppen formieren will. Ich finde es einerseits schade, andererseits aber auch wirklich spannend, denn es geht so gegen jegliche Beobachtungen, die ich bisher gemacht habe. Aber Stimmungslosigkeit ist ohnehin nichts für Elli und so kann sie wenigstens einen kleinen Teil von uns zu albernen Spielen überreden. Zuerst spielen wir ein Spiel, dass ich schon wieder vergessen habe, aber wenn man etwas Dummes macht, muss man tanzen und das ist schon sehr amüsant. Dann kommt die großartige Idee des „SWAG-Sumo“ auf. Zwei Teilnehmer werden jeweils in einen SWAG gehüllt, Arme innen, und gut verschnürt. Dann kommt mit ordentlich Klebeband noch eine Metallschüssel auf den Kopf und dann müssen die beiden so lange gegeneinander rennen, bis einer aus dem Kreis im Sand heraustritt. Unglaublich lustig! Leider komme ich selbst nicht zum Zug. Sämtliche Mädels drücken sich und Elli fordert den einzigen Mark („das Baby“) heraus, der größenmäßig noch in Ordnung wäre. Gegen alle anderen hätte ich keine Chance und Mitleidsnummern mag ich nicht. Aber Zuschauen alleine ist auch schon einfach zu gut. </p>
<p>Trotz des lustigen Abendausklangs kann ich es kaum erwarten, wieder in meinen SWAG zu kriechen, denn obwohl wir auf einem Campingplatz sind, verspricht es wieder eine gute, erholsame Nacht zu werden. Und da wir ja den Sonnenaufgang sehen wollen, wird sie ohnehin nicht sonderlich lang. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2555" rel="attachment wp-att-2555"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Uluru-at-sunrise-2-280x210.jpg" alt="" title="Uluru at sunrise 2" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2555" /></a>Geweckt werden wir von einer leicht panischen Elli, die ruft: „Beeilt euch, die böse Elli hat verschlafen, wir müssen alle in spätestens 10 Minuten im Bus sein!“ Ich weiß nicht, wie Julia und Julia es schaffen, aber offensichtlich verzichten sie für den großen roten Stein sogar auf die morgendliche Dusche, denn wir sind alle schneller im Bus, als man glaubt und dann geht es relativ rasant los. In meiner Erinnerung stellt sich der Bus in den Kurven quer, als wir auf dem Weg zum Aussichtspunkt sind, aber es ist durchaus möglich, das ich mir das auch nur ausdenke. Wir schaffen es rechtzeitig und ganz ehrlich&#8230; so ein Frühstück bei Sonnenaufgang mit Blick auf den Uluru könnte selbst meinem Perfektionismus noch ein Meister ein. Währen dort nicht die Fliegen. Schon nach wenigen Minuten nehme ich sämtliche Kommentare zurück, die ich am Vortag (meist mir selbst gegenüber) über den Imkereiverein gemacht habe und wünsche mir so ein verdammtes Netz über dem Kopf. Was wollen denn  die blöden Viecher in meinen Ohren und Augen? Ich bin doch kein Pferd! So bin ich mit einer Hand konstant am wedeln, was bei meiner rechts-links-Handkoordination leider zu einigen Schwierigkeiten beim Genuss meines Frühstücks führt. Auch Fotografieren ist nicht einfach und noch schwerer ist es, fotografiert zu werden, weil sich in dem kurzen Zeitraum in dem man posiert bereits mehrere Fliegen irgendwo im Gesicht sammeln und einen fürchterlich kitzeln. Hat eigentlich jemals jemand über Fliegen als Foltermethode nachgedacht?  Ich will doch nur in Ruhe Kaffee trinken!!! </p>
<p>Irgendwann ersäuft eine Fliege jämmerlich in der koffeinhaltigen Brühe und und ich erwische mich bei einem recht lauten Ausruf, der in Richtung: „Siehst du, du Mistviech, das hast du nun davon!“ Und ernte dafür erstaunte Blicke. Offenbar habe ich zu lange still herumgesessen, so dass der plötzliche Ausbruch überrascht. Bei mir ist es jetzt wirklich vorbei mit jeglicher Selbstbeherrschung. Ich versuche ein Exempel zu statuieren, in dem ich möglichst viele Fliegen erschlage. Vielleicht lernen ihre Freunde daraus&#8230; Aber wie im Leben der Menschen lernt keiner aus den eigenen Fehlern und noch weniger aus denen der Mitmenschen und es surrt und summt und kitzelt unaufhörlich weiter. Arrrrggggghhhhhh&#8230;.. bevor ich endgültig ausraste ist zum Glück irgendwann die Sonne da, scheint munter auf uns herab und wir räumen unser Frühstück zusammen, um uns den Felsen aus der Nähe anzusehen und um ihn herumzulaufen.</p>
<p>Leider haben Fliegen keinerlei Respekt vor Kultstätten und so nerven sie uns weiter, aber selbst das wird zur Routine. Während des gesamten Spaziergangs wedele ich mit meinem Hut vor mir herum und wenn man ersteinmal im Rhythmus ist, haben die Fliegen keine Chance und verlieren damit ihre Nervkraft&#8230; man kann sich tatsächlich an alles gewöhnen. Und so ein Gespräch über Bushfeuer ist auch ziemlich beruhigend, zumindest wenn der Gesprächspartner jemand zu sein scheint, der eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Irgendwann frage ich Mark tatsächlich, ob er jemals in Panik gerät. Die Antwort dauert (erwartungsgemäß) eine Weile, fällt aber negativ aus. So jemanden hätte ich gerne in klein für auf den Schreibtisch.</p>
<p>Uluru ist ein beeindruckender Felsen, irgendeine Form von Magie spüre ich allerdings nicht. Wirklich lustig allerdings finde ich, dass ich in einer Höhle eine Zeichnung finde, die aussieht, als stünde ein Schwein auf einem Globus. Die Zeichnung ist schon sehr alt, aber offensichtlich war schon damals klar, dass Trudi irgendwann die Welt bereist. </p>
<p>„Kata Tjuta“ hingegen wirkt auf mich eindeutig eindrücklicher, wobei ich nicht beschreiben kann warum. Es ist einfach so. Aber da man auf einer Tour ohnehin die ganze Region besucht, kann man sich ja sein Sahnestückchen heraussuchen und ich muss schon sagen&#8230; es ist es wirklich Wert, diese Entfernung von der Zivilisation zurückzulegen. </p>
<p>Nach dem Spaziergang geht es noch in ein Kulturzentrum und dann mit dem Bus zum Flughafen. Leider verpasse ich das Kamelreiten, weil ich von hier aus weiterfliege und nicht zurück nach Alice Springs fahre. Wobei&#8230; vielleicht wäre es auch gar nicht so lustig geworden, schließlich scheine ich die Einzige zu sein, die für diesen Programmpunkt einen gewissen Enthusiasmus aufbringen konnte. Aber egal. So viel so schöne Natur in so einer kurzen Zeit gesehen und so viele schöne Geschichten dazu gehört zu haben, plus den Bonus, jetzt über ein für einen Laien recht ausführliches Wissen über das Thema Bushfirefighting zu besitzen, machen mich glücklich. </p>
<p>Außerdem habe ich drei Tage lang nicht nur draußen, sondern auch noch im Dreck gespielt&#8230; was will ich mehr?</p>
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		<title>The Ghan, 13.-14.02.2011</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 05:01:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich gibt es einen Grund für meine Reise nach Adelaide und der ist, dass ich mit dem Zug durchs Outback nach Alice Springs fahren möchte. Eine der legendären Bahnreisen der Welt. Genannt „The Ghan“. Wenn ich schon nicht von West <a href="http://www.annakrusch.de/the-ghan-13-14-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich gibt es einen Grund für meine Reise nach Adelaide und der ist, dass ich mit dem Zug durchs Outback nach Alice Springs fahren möchte.<span id="more-2680"></span> Eine der legendären Bahnreisen der Welt. Genannt „The Ghan“. Wenn ich schon nicht von West nach Ost oder umgekehrt durch den heißen Kontinent reise, dann doch wenigstens vom Süden in den Norden. Naja&#8230; halb. Von Adelaide bis Alice Springs dauert es ca. 21 Stunden, den Luxus eines Schlafwagens leiste ich mir selbstverständlich nicht. Alles wird angenehmer sein, als 40 Stunden Busfahrt mit meinen amerikanischen Freunden aus dem Knast. </p>
<p>Zugfahren ist hier etwas anderes als zu Hause. Es ist irgendwie größer. Etwas Besonderes. Ein Erlebnis. Schon alleine weil man eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof sein muss (nichts für Menschen, die prinzipiell erst am Bahnsteig erscheinen, wenn der Zug bereits kurz vor Abfahrt ist (meinen Gruß an dieser Stelle <img src='http://www.annakrusch.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ) und sein Gepäck einchecken muss. Wie beim Fliegen. </p>
<p>Nur mit leichtem Handgepäck, Wasser und sonstiger Verpflegung (es gibt natürlich auch einen Speisewagen, aber der in Sachen Preis und Qualität – zumindest bei Backpackern – keinen guten Ruf)  begibt man sich dann in den Zug. In der zweiten Klasse sind es Großraumabteile, die 1. Klasse ist angeblich extrem luxuriös, aber dort darf man nicht mal gucken gehen. Es gibt auch einen Wagen mit Internet, aber für diese Lounge muss man extra Eintritt zahlen&#8230; vielleicht kann ich meine Online-Sucht dann doch für kurze Zeit unter Kontrolle halten. Ich habe mal wieder Glück und zwei Sitze für mich. Bei meiner Größe und meinen langen Beinen durchaus angemessen, wie ich finde. Weniger erfreut bin ich über die Tatsache, dass doch tatsächlich schon wieder das halbe Abteil von Deutschen besetzt ist. Könnt ihr mir zu Hause mal einen Gefallen tun und aus dem Fenster sehen, ob überhaupt noch jemand in meiner Heimat ist? Wobei&#8230; wenn ich mal genauer hingucke war es vielleicht eine gute Idee, zu Hause mal ein wenig auszusortieren und einen Teil auf die andere Seite der Welt zu schicken&#8230; auch wenn ich normalerweise die Ideen der Engländer nicht unbedingt gut heiße.</p>
<p>Schon nach kurzer Zeit habe ich ein ganz übles Exemplar (auch in Sachen Geruch) neben mir sitzen (leere Sitze sind irgendwie offensichtlich einladend) und bin unfreiwillig in eine Diskussion verstrickt, ob sich Reisende „Backpacker“ nennen dürfen, wenn sie nicht wissen, wie man einen Rucksack richtig einstellt und genug Geld haben, sich jeden Tag irgendetwas zu Essen zu besorgen, das über Toast mit Marmelade und Nudeln mit Tomatensoße hinaus geht&#8230; Ich finde, man muss auch nicht alles zu Grunde definieren, äußere meine Meinung auch, das Schlimme an solchen Dialogen aber ist ja, dass man gar nichts dazu beitragen muss, wenn man an die „richtige“ Person gerät. Diese hat dann nämlich eine feste Meinung, macht fix einen Monolog aus der Unterhaltung und man kann sich in Ruhe ein Käsebrot schmieren. Pumpernickel, keinen Toast.</p>
<p>Vor mir sitzt ebenfalls eine Deutsche (sie isst Wraps mit Gemüse), die in Adelaide im gleichen Hostel gewohnt hat, wie ich. Allerdings haben wir uns dort nicht unterhalten, ich wollte ja niemanden kennenlernen. Im Zug dann aber schon und mit Conny hab ich auch wirklich eine gute Gesprächspartnerin gefunden, die mir die Fahrtzeit verkürzt und mich mit ihren Erzählungen dabei gleich auf meine Reise in Südost Asien einstimmt. Conny reist in genau umgekehrter Richtung, so dass wir irgendwann feststellen, dass sie einen Tag gewinnt. Ich hingegen habe ja zwischen Hawaii und Neuseeland den 4. November verloren und damit vielleicht meine einmalige Chance verpasst, die Liebe meines Lebens zu treffen. Da liegt die Schlussfolgerung nahe, dass Conny an ihrem Zusatztag der Liebe ihres Lebens begegnet. Oder der Liebe meines Lebens? Natürlich müssen wir Kontaktdaten austauschen, wie ärgerlich wäre es denn, wenn sie meinen Traummann trifft und weiß dann nicht, wie sie mich kontaktieren soll? Mittlerweile weiß ich, dass es nicht der Fall war, aber zum Glück ist ihr auch nicht das für mich bestimmte Klavier auf den Kopf gefallen.</p>
<p>Der Blick aus dem Zugfenster hat nicht viel Spektakuläres zu bieten. Roter Boden, grünes Gestrüpp. Hin und wieder kommt eine Durchsage, denn wenn wir an einem See oder Ähnlichem vorbeifahren sollten wir ja schon wissen, wie dieser gerade heißt. Der Zug ist für Touristen gedacht und nicht mehr wirklich eine Beförderungsoption für die Einheimischen. Viele Seen sehen wir natürlich nicht, wenn auch mehr als für gewöhnlich&#8230; hat schließlich ordentlich geregnet in der letzten Zeit&#8230; Irgendwann am Abend meldet sich dann der Zugführer noch ein letztes Mal und erklärt uns, dass wir uns noch im Australischen Bush befinden (das scheint mir so ziemlich alles zu sein, was keine Stadt ist und noch nicht Wüste), wenn wir morgen aufwachen, sind wir aber so richtig im Outback. Ich freue mich drauf und bin fast ein Wenig aufgeregt, als ich mich auf meinen Sitzen zusammenknäule um zu schlafen. </p>
<p>Als ich wach werde schaue ich dann mit großer Erwartung aus dem Fenster und&#8230;. es sieht ganz genauso aus wie am Vortag. Roter Boden, grünes Gestrüpp. Das ist also diese Wüste, von der alle sprechen&#8230; ziemlich grün. Irgendwas habe ich da wohl missverstanden. Aber laut Zugführer ist dies das Outback&#8230; ok&#8230;  ist in diesem Land denn gerade irgendetwas so wie immer?</p>
<p>Von Conny erfahre ich, dass der Zug nachts eine ganze Weile stand, wenn man das bedenkt und die Tatsache, dass wir uns sonst im Schneckentempo fortbewegen, so hegt sich in mir doch die Vermutung, dass man die Strecke Adelaide &#8211; Alice Springs mit einem handelsüblichen ICE vermutlich in acht Stunden schafft. Wenn man einen ICE ohne Achsenschaden findet. Aber dann wäre es ja kein Erlebnis mehr. Ehrlich gesagt, so wirklich ist es das ohnehin nicht&#8230; Vielleicht gerade weil auch unser Zug keinen Schaden an der Achse hat&#8230; der versprochene Hauch von Abenteuer fehlt. Die Landschaft ist zweifelsohne wunderschön, wenn auch nicht gerade abwechslungsreich, Sonnenunter- und -aufgang waren schon sehr schön, aber in einem klimatisierten Zug mit zivilisierten Mitreisenden (der eine oder andere USA-Greyhound-Reisende würde da doch einen Unterschied machen) ist es halt doch eher ne Kaffee-Fahrt.</p>
<p>Trotzdem bin ich froh, mich für&#8217;s Zugfahren entschieden zu haben. So kann ich die endlose Weite spüren, die dieses riesige Land mit sich bringt&#8230; meineserachtens verpasst man wirklich etwas, wenn man bei Reisen auf diesem Kontinent ausschließlich fliegt. Einzig mit einem Wohnwagen durchs Outback zu fahren könnte noch ähnlich, vielleicht sogar besser sein. Aber so viel Glück ich auch in sämtlichen anderen Belangen auf meiner Reise bisher hatte&#8230; Menschen, die mit einem ähnlichen Zeithorizont und ähnlichen Zielen wie ich reisen und dann noch den Anschein machen, als könnte ich sie und sie mich für mehr als ein paar Tage am Stück ertragen, sind mir leider in Australien noch nicht begegnet. Zur Verteidigung der Menschheit muss ich allerdings sagen, dass es hauptsächlich an geplanter Zeit und Richtung der weiteren Reise liegt.</p>
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		<title>Adelaide</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 06:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
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		<title>Adelaide, 08.-13.02.2011</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 06:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Adelaide ist ein seltsamer Ort. Irgendwie&#8230; wie soll ich sagen&#8230; funktional. Die Stadt ist nicht schön, hat kein Flair, keine Bekanntheit für irgendetwas, man kann nicht wirklich etwas sehen oder erleben, abends ist sie wie ausgestorben&#8230; aber so wirklich schlimm <a href="http://www.annakrusch.de/adelaide-08-13-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2465" rel="attachment wp-att-2465"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/The-place-to-go...-in-case-you-want-to-swing-a-cat...-280x210.jpg" alt="" title="The place to go... in case you want to swing a cat..." width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2465" /></a>Adelaide ist ein seltsamer Ort. Irgendwie&#8230; wie soll ich sagen&#8230; funktional. Die Stadt ist nicht schön, hat kein Flair, keine Bekanntheit für irgendetwas, man kann nicht wirklich etwas sehen oder erleben, abends ist sie wie ausgestorben&#8230; <span id="more-2503"></span>aber so wirklich schlimm ist es auch nicht. Ein idealer Ort, um einfach einmal nichts zu tun, ein Wenig zu schreiben, Kaffee zu trinken und über die Welt nachzudenken. Nicht, dass ich in den letzten Monaten sonderlich produktiv gewesen wäre, aber irgendwie gab es doch überall etwas zu sehen und zu erleben. In Adelaide ist das nicht wirklich der Fall.</p>
<p>Hinzu kommt, dass es zwischenzeitlich dermaßen heftig regnet, dass ich kurz in Gedanken mein Adressbuch durchgehe. Würde ich jemanden kennen, der Noah heißt, befände ich mich jetzt mit Sicherheit in seiner Nähe, oder würde ihm zumindest eine SMS oder eine fürchterlich nette Email schicken, um in seiner Erinnerung einen präsenten Platz einzunehmen. Man weiß ja nie. Ich kenne aber keinen Noah, also halte ich mal besser meine Augen offen, für den Fall, dass ich irgendwo Tiere entdecke, die paarweise in irgendeine spezielle Richtung laufen&#8230;</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2458" rel="attachment wp-att-2458"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Kugel-3-280x210.jpg" alt="" title="Kugel 3" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2458" /></a>Wenn es denn mal nicht regnet, ist es so heiß und so schwül, dass ich schon beim Blinzeln ins Schwitzen gerate. Vielleicht trägt auch das zu meiner ausgeprägten Aktivitätslosigkeit bei (wobei ich mich irgendwann doch dazu aufraffe joggen zu gehen, als es mal etwas kühler ist). Zwar schaffe ich es noch, an einer Führung im Kunstmuseum teilzunehmen und beschäftige mich aus einer albernen Laune heraus ausgiebigst mit dem Selbstauslöser meiner Kamera, zu viel mehr kann ich mich dann aber doch nicht aufraffen. Außer auf dem Sofa meines wunderschönen Hostels festzuschwitzen und meinen Bildschirm anzustarren. Schon wieder neue Menschen kennenlernen mag ich nämlich gerade auch nicht.</p>
<p>Lustigerweise treffe ich Alice wieder, die mit ihrer Familie (Mutter, Tante und Onkel) nun auf einer organisierten Tour durch Australien ist und daher gerade das Reisen von einer anderen als der Backpacker-Seite erlebt. So kann ich mich dann bei endlosen Chai Lattés doch noch mit jemandem unterhalten, ohne mich auf komplett Fremde einlassen zu müssen&#8230; </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2460" rel="attachment wp-att-2460"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Statistics-280x210.jpg" alt="" title="Statistics" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2460" /></a>Auf einem meiner zahlreichen Spaziergänge durch die Stadt stolpere ich über eine Platte im Gehweg, dir mich mit einigen statistischen Daten zu Adelaide versorgt. Unter anderem auch dem Fakt, dass die Erde hier 365 Tage und 5 Stunden braucht, um um die Sonne zu kreisen&#8230; Sollten wir dann nicht alle fünf Jahre ein Schaltjahr haben und nicht alle vier? Kann mir das jemand erklären? Trotz ausführlicher Google-Recherchen bin ich hier nämlich nicht weiter gekommen. Aber apropos Zeit.. diese Australier&#8230; mal ganz ehrlich&#8230; wer braucht denn halbe Zeitzonen? Wisst ihr, wie kompliziert das ist? Halbe Zeitzonen, manche Staaten haben sich dem Konzept der Sommerzeit angeschlossen, andere nicht&#8230; da hatte doch wirklich jemand zu viel Langeweile&#8230; aber ich habe eine schöne Anekdote gehört, die ich hier noch einmal zum Besten geben möchte: </p>
<p>Ein Mädel, das ich irgendwo auf Reisen traf, war mit einer Gruppe von Leuten durch das Outback unterwegs, von West nach Ost. Irgendwann halten sie an einer Tankstelle und fragen die Frau an der Kasse, wie spät es denn sei, damit sie ihre Uhren korrekt stellen können. Da antwortet die Dame: „Tut mir wirklich leid, aber ich weiß selbst nicht, in welcher Zeitzone wir uns hier befinden. In diesem Ort leben nur sieben Personen und bisher war es niemandem wichtig genug, mal herauszufinden, welche Zeitzone es ist.“</p>
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		<title>Great Ocean Road</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 11:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Galerie]]></category>

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		<title>Great Ocean Road, 06.02.-07.02.2011</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 10:57:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf, auf zu einem der Highlights australischer Landschaften. Glaub ich jetzt mal, schließlich gehört die Great Ocean Road zu den Gegenden, die man offensichtlich gesehen haben muss, wenn man dieses Land betritt. Das sagen alle. „Unser Inder“ hat mir eine <a href="http://www.annakrusch.de/great-ocean-road-06-02-07-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2410" rel="attachment wp-att-2410"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Great-Ocean-Road-1-280x210.jpg" alt="" title="Great Ocean Road 1" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2410" /></a>Auf, auf zu einem der Highlights australischer Landschaften. Glaub ich jetzt mal, schließlich gehört die Great Ocean Road zu den Gegenden, die man offensichtlich gesehen haben muss, wenn man dieses Land betritt. Das sagen alle.<span id="more-2496"></span></p>
<p>„Unser Inder“ hat mir eine Tour-Company empfohlen, mit der er unterwegs und von der er ziemlich begeistert war. Also buche auch ich dort und hoffe auf einige nette Mitreisende. Dominant in dem kleinen Bus sind zwei englische Kerls, die genauso sind, wie englische Kerls eben nunmal sind und weshalb ich ein gespaltenes Verhältnis zu Großbritannien habe. Außerdem zwei junge Kanadierinnen, die alles darauf setzten die beiden Kerls zu beeindrucken, die ihrerseits gar keinen Hehl daraus machen beeindruckt zu sein und selbst beeindrucken zu wollen (ich schätze mal, das ist der Grund für das Gockelgehabe). Außerdem gibt es noch ein paar Päärchen, ein Mädel, das eindeutig nach Ami aussieht und auch so klingt (in einer ruhigen Minute muss ich wirklich mal drüber nachdenken, gegen wen ich eigentlich keine Vorurteile habe), ein paar Menschen, die ich bereits vergessen habe und eine Chinesin mit ihrer Mutter. Mit den beiden habe ich auf den Bus gewartet und es war wirklich nett, aber diese Mutter-Tochter-Kombination hat wirklich etwas Seltsames&#8230; wisst ihr was ich meine, wenn ich davon spreche, dass man unterschwellig den Freiheitsdrang der Tochter nicht nur erahnen konnte? </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2417" rel="attachment wp-att-2417"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Nice-beach-on-the-Great-Ocean-Road-280x210.jpg" alt="" title="Nice beach on the Great Ocean Road" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2417" /></a>Der erste Streckenabschnitt der „Great Ocean Road“ haut mich nicht wirklich vom Hocker und langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich mir mit meiner Neuseelandreise wirklich so manchen Spaß vermiest habe&#8230; es ist halt eben wirklich schwierig etwas ähnlich Schönes zu finden. Naja, es ist ja erst der Anfang, außerdem bin ich müde und es kann ja nur besser werden&#8230; hoffentlich hält das Wetter! Oder wird am besten noch ein bissi schöner&#8230; ich mache doch so gerne Fotos mit blauem Himmel. Nicht zu Letzt um alle Daheimgebliebenen ein wenig neidisch zu machen&#8230; ist Winter gerade bei euch, oder? Ach ja&#8230; Februar&#8230; da ist es ja meist besonders grau und fies. Ja&#8230; eigentlich ist es doch recht schön hier.</p>
<p>In der ersten Pause gibt’s Tee, Kaffee und Kekse. Da ist mir die Tour doch gleich noch viel angenehmer, soooo schwer ist es schließlich auch nicht, mich glücklich zu machen. Während ich also den ersten Coffein-Schub des Tages gegen meine Müdigkeit ankämpfen lasse, gesellt sich die Amerikanerin zu mir, die allerdings Italienerin (auch das noch!) ist. Schon nach einem kurzen Wortwechsel stellt sich aber heraus, dass Italienerinnen, die aussehen und reden als wären sie Amis fürchterlich nette Menschen sind, mit denen man sich unglaublich gut unterhalten kann. Wenn ich schon verallgemeinere, dann tue ich das doch hier gleich auch. Mit Alice jedenfalls verstehe ich mich auf Anhieb, schon alleine weil sie auch immer erklären muss, wo ihr Akzent her kommt und sie diese Frage in vielen Fällen nur noch gelangweilt beantwortet. Auch ich muss zugeben, dass ich kürzlich, als mich ein mir nicht gerade sympathischer Deutscher danach fragte, mit einem unterhaltungsverkürzenden  „Weil ich ein Streber bin!“ geantwortet habe. Der Gute wollte bloß selbst ein Kompliment für sein Englisch bekommen. Seh ich ja gar nicht ein. </p>
<p>Nachdem Alice und ich also, natürlich nicht ganz ironiefrei, sämtliche Fragen abgearbeitet haben, die man sich im täglichen Reise-Smalltalk so gegenseitig stellt, sind wir schnell bei Themen über  Gott und die Welt angekommen. Ich freue mich, dass es nach den Tagen in Melbourne gleich wieder so weitergeht. Schließlich sind die sich ständig wiederholenden Unterhaltungen (denen man normalerweise aber auch nicht aus dem Weg gehen kann, wenn man jemanden gerade erst getroffen hat) unglaublich ermüdend. Vielleicht geht es hier in Australien auch mehr um meine Mitmenschen und deren Geschichten, als um schöne Aussichten und Sightseeing&#8230; dieser Gedanke ist es wert gedacht zu werden&#8230; und so sitzen wir im Minibus in der Reihe der Alleinreisenden hintereinander, sehen beide nach vorne (sich schlängelnde Küstenstraßen und nach hinten gucken mag mein Magen irgendwie nicht) und sind die einzigen im Bus die sich unterhalten. Naja, fast. Es gibt ja noch die Hühner und die Gockel.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2405" rel="attachment wp-att-2405"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/12-Apostels-aka-7-dwarves-280x210.jpg" alt="" title="12 Apostels aka 7 dwarves" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2405" /></a>Schon bald kommen wir am „Highlight“ der Great Ocean Road an. Den „Zwölf Aposteln“ &#8211; Felsen, die aus dem Wasser gucken, bzw. eigentlich mal Eins mit der Landmasse waren, Wasser hat Löcher rein gespült, bis irgendwann nur noch die Stumpen im Wasser standen&#8230; nix Neues, wenn man in Neuseeland war. Außerdem sind es auch gar keine 12 mehr, weil das Meer natürlich nicht aufhört an dem Stein herumzuschubbern, nur weil mittlerweile der Tourismus erfunden wurde. So stürzen sie Stück für Stück ein und ich nenne sie aufgrund ihrer aktuellen Anzahl recht liebevoll „Sieben Zwerge“. </p>
<p>Versteht mich nicht falsch. Schön ist die Landschaft hier schon. Sogar unglaublich schön. Einfach nur nicht so atemberaubend, dass ich naturverwöhntes Ding dafür neue Worte erfinden möchte. Außerdem sind es sowohl hier, als auch bei der London Bridge (eine ehemals brückenförmiger „Stein“ mit zwei Bögen) eher die Blicke in andere Richtungen, die mich faszinieren. Aber klar, ganz ohne Zweifel, es ist sehenswert. </p>
<p>Wie die Sieben Zwerge, so hat auch die London Bridge noch einen Namen, der gar nicht mehr zu ihr passt. Sie ist nämlich gar keine Brücke mehr. Als sie vor einigen Jahren einstürzte war dummerweise noch ein Päärchen auf der Seite der Brücke, die nach Einbruch eines Bogens nicht mehr am Ufer hing. Passiert ist zum Glück niemandem etwas, das Päärchen wurde vom Hubschrauber eines Fernsehsenders gerettet, verweigerte später aber doch das eigentlich vereinbarte Interview, denn die beiden waren eigentlich Hälften anderer Päärchen&#8230; außerdem gibt es noch das Gerücht, dass sie auch gar keinen Urlaub hatten, sondern sich an dem Tag haben krank schreiben lassen&#8230; </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2414" rel="attachment wp-att-2414"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/London-Bridge-280x210.jpg" alt="" title="London Bridge" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2414" /></a>Als ich also an der „London Bridge“ stehe und über die Geschichte kichere (da hatte das Leben wirklich zu viel Zeit, einen Plan zu seinem eigenen Amüsement auszuhecken), höre ich plötzlich hinter mir eine bekannte Stimme, die mich auch noch anzusprechen scheint. Ich drehe mich um und sehe Freddy, einen Deutschen, der mit seiner Freundin in Neuseeland unterwegs war. Den beiden bin ich schon dort immer und immer wieder begegnet. Jetzt also auch in Australien. So wirklich groß kann diese Welt doch gar nicht sein. Oder ist es wirklich der Mangel an Statisten? Ich mag diese zufälligen Immerwiederbegegnungen einfach. Leider haben wir nicht wirklich Zeit, uns zu unterhalten, weil mein Bus sonst ohne mich wegfährt und ob ich das Glück habe im Notfall von einem Fernseh-Hubschrauber gerettet zu werden, wage ich zu bezweifeln.Vor allem weil ich mich ja vollkommen rechtens und ohne irgendetwas zu verheimlichen an der London Bridge aufhalte. Da hat das Leben nichts zum Lachen, das riskiere ich also mal lieber nicht. </p>
<p>Die Nacht verbringen wir in einer Art Hostel im Irgendwo. Zumindest rede ich mir das ein, denn vermutlich ist es doch eher das Nirgendwo. Auf dem Weg dorthin wird es langsam dunkel und in unregelmäßigen Abständen hüpfen Kängurus über die Straße. Amy – unser Guide – lässt sich dadurch aber nur wenig aus der Ruhe bringen und erzählt, dass neben „Parken“ und „Durchfahren kleinster Lücken“ auch „Wie überfahre ich ein Känguru korrekt“ wichtiger Bestandteil der Ausbildung als Tourbusfahrer ist. Vermeiden kann man Kollisionen mit den Hüpftieren nämlich leider nicht, daher geht es eher darum, sie im Notfall so zu erwischen, dass sie gleich sterben. Die Wildtiernothilfe erreicht man so weit außerhalb nämlich oft nicht und daher ist sonst oft die „aktive Sterbehilfe“ mit Hilfe eines schweren Gegenstandes die einzige Möglichkeit, den Tieren weitere Qualen zu ersparen. Einen gewissen Pragmatismus kann man den Aussies nicht absprechen, aber mal ganz ehrlich&#8230; kann es vielleicht sein, dass dieses Land mit all seinen Tierchen vielleicht einfach nicht dafür gedacht ist vom Menschen besiedelt zu sein? Die Themen Hitze und Wüste mal ganz außen vorgelassen&#8230; </p>
<p>Bei der Zimmereinteilung sind Alice und ich uns schnell einig, dass auf gar keinen Fall mit der Gockel-Hühner Truppe in einem Zimmer landen möchten, denn nach einem Tag Busfahren und im Freien spielen, sind wir hundemüde (wir sind ja auch keine 20 mehr) und die vier machen eher den Anschein auf Party auszusein. Ja, Leben. Ich sehe es ja ein. Du brauchst auch etwas zum Lachen. Natürlich landet genau diese Truppe in unserem Dorm. Wie lange und wie heftig sie noch im Aufenthaltsraum feiern, bekomme ich aber nicht mit. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich und in aller Form bei meinem guten Schlaf bedanken. Ein Geschenk von Mutter Natur über das ich noch nie so froh war, wie auf dieser Reise. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2411" rel="attachment wp-att-2411"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/I-call-it-Arnold-the-kangaroo-280x210.jpg" alt="" title="I call it Arnold the kangaroo" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2411" /></a>Am nächsten Morgen dann können wir Kängurus aus etwas geringerer Entfernung beobachten. Auf einer Wiese lungern sie herum und&#8230; also&#8230;. so niedlich sie auch sind, wenn sie durch die Gegend hoppeln&#8230; sobald sie langsam gehen, sehen sie komisch aus, weil sie ihren Schwanz dann als quasi fünften Fuß mitbenutzen (das unterscheidet sie übrigens – neben der Größe &#8211; von den Wallabys) und das hat irgendwie was gebrechliches. Noch seltsamer allerdings sind liegende Kängurus. Schon mal gesehen? Ich hab noch nicht ganz die richtigen Worte gefunden, da höre ich Alice sagen „They look like old prostitutes!“ Volltreffer. Leider gelingt es mir nicht, ein gescheites Foto davon zu machen, aber wenn ihr mal irgendwo einem liegenden Känguru begegnet: Denkt an diese Zeilen!</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/?attachment_id=2447" rel="attachment wp-att-2447"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Alice-Anna-and-our-guide-280x210.jpg" alt="" title="Alice, Anna and Amy" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2447" /></a>Den weiteren Tag verbringen wir dann damit, uns wiedereinmal eine Aussicht zu verdienen. Da der Nationalpark wegen Überschwemmung geschlossen ist (wer hat eigentlich behauptet, Australien wäre trocken?), gehen wir irgendwo anders hin. Amy macht die Tour auf diese Weise zum ersten Mal, aber als wir so auf dem Hügel sitzen und uns umschauen sind wir uns mit ihr einig: so ein bisschen Wandern sollte in jeder Tour enthalten sein. Dann kommt man aus dem Bus raus und kann wirklich richtig genießen, was man sieht. </p>
<p>Dummerweise knickt Alice auf dem Rückweg um und muss unter Schmerzen zum Bus zurückhumpeln, während Amy nicht wirklich weiß, wie sie damit umgehen soll. Sollten Tour-Guides nicht auch auf so etwas vorbereitet sein (z.B. mit Kühlmittel und Verbandszeug) und nicht nur auf Begegnungen mit Kängurus? </p>
<p>Also laufe ich bei nächster Gelegenheit zum Supermarkt und stehe vor der Frage „Eiswürfel oder Erbsen?“ Wieder eine Frage, die ich mir noch nie vorher gestellt habe. Ich entscheide mich für die Eiswürfel, Erbsen wären aber glaube ich auch nicht schlecht gewesen. Was ich in jedem Fall mal hätte lassen sollen, ist Obst für die Weiterreise kaufen. Nach kurzer Zeit im nachfolgenden Linienbus heißt es nämlich: Pause und danach dürfen weder Obst und Gemüse mit an Board. Wir sind kurz davor die Grenze von Victoria nach South Australia zu überqueren und die Australier sehen in einem Apfel, der von einem Staat zum anderen gebracht wird, ungefähr so viel Gefahrenpotential, wie die Amerikaner in einem Lippenpflegestift, der sich nicht in einer wiederverschließbaren Tüte von max. 1 Liter Fassungsvermögen befindet oder die Deutschen in einer Kofferbombe. Und so sieht man auf dem Rastplatz eine nicht genau definierte Menge junger Menschen, die massenweise Obst in sich hineinstopft, um es nicht wegwerfen zu müssen. Um nicht zu viel der gleichen Sorte verdrücken zu müssen, wird außerdem getauscht, verschenkt, gehandelt und schließlich leider doch einiges in die nächstgelegene Mülltonne befördert&#8230; Als kleinen Racheakt denke ich darüber nach, der nächsten Fruchtfliege mal zu erzählen, dass sie einfach auf die andere Seite der Grenze fliegen kann&#8230;</p>
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		<title>Melbourne II, 01.-06.02.2011</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 05:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt ihr das, dass man etwas plant und sich nachher fragt, warum eigentlich? So geht es mir, als ich in Tasmanien bin, meine weitere Reise plane und erst nach einiger Zeit feststelle, das es überhaupt keinen Sinn macht von Tasmanien <a href="http://www.annakrusch.de/melbourne-ii-01-06-02-2011/">[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.annakrusch.de/melbourne/federation-square-3/" rel="attachment wp-att-2336"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Federation-Square-3-280x210.jpg" alt="" title="Federation Square 3" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2336" /></a>Kennt ihr das, dass man etwas plant und sich nachher fragt, warum eigentlich?<span id="more-2492"></span> So geht es mir, als ich in Tasmanien bin, meine weitere Reise plane und erst nach einiger Zeit feststelle, das es überhaupt keinen Sinn macht von Tasmanien sofort auf Great Ocean Road Tour zu gehen. Ich Lande ohnehin in Melbourne und warum bitteschön sollte die Stadt, die mir bisher am besten gefällt  auch die sein, in der ich am wenigsten Zeit verbringe? Nach ausgiebigem Zweifeln an meinem eigenen Verstand gönne ich mir so noch ein paar Tage in der wunderschönen Stadt, die an einem zugegebenermaßen fiesen, stinkigen Fluß liegt. </p>
<p>Seit über einem halben Jahr schlafe ich nun in Hoselbetten unterschiedlichster Minderqualitäten, hatte bisher aber tatsächlich Glück, ziemlich gut in sämtliche Liegemulden hineinzupassen. Irgendwann musste es aber ja auch mit diesem Glück einmal zu Ende gehen und so plagen mich fiese Rückenschmerzen, weil offensichtlich Menschen, die nicht meine Größe hatten, mein Bett in Hobart vorgeformt haben. Irgendwie hab ich mir also irgendwas irgendwo eingeklemmt, wo es nicht hingehört und so verschreibe ich mir selbst einen Tag im Schwimmbad inkl. SPA-Bereich. </p>
<p>Das alte Stadtbad in Melbourne ist vor allem von Außen wirklich sehenswert. Innen ist es ein Pool, ein Whirlpool und eine Sauna, eher funktional als ästhetisch, eher alt als luxuriös. Aber ich bin ja nicht zum Spaß hier sondern verfolge einen therapeutischen Zweck. Also tue ich erst etwas für mein Gewissen und schwimme ein Stündchen, bevor ich dann darauf hoffe, dass der warme Pool, die Massagedüsen und die Sauna meine Muskeln so entspannen und ich mich wieder in alle Richtungen bewegen kann&#8230; Es fasziniert mich doch immer wieder, wie ich mich selbst von meiner eigenen Naivität überzeugen kann, denn natürlich bringt es überhaupt nichts. Also suche ich nach weiteren Erfahrungen aus meinem eigenen Leben, die mir in dieser Situation behilflich sein könnten&#8230;</p>
<p>In Krakau hatte ich schon mal ein ähnliches Problem&#8230; damals verschwand der Schmerz nach einer Nacht auf einem unbequemen Sitz in einem ruckeligen Zug nach Budapest&#8230; wie gut, dass Melbourne eine kostenlose Straßenbahn hat&#8230; das ist ein Versuch wert. </p>
<p>Aber bevor ich mich dem zweiten Therapie-Versuch hingeben kann, muss ich etwas gegen meine stets drohende Dehydrierung tun und gehe zu Aldi, der ist nämlich gleich um die Ecke. Kaum habe ich den Laden betreten, passiert, was irgendwie immer geschieht, wenn ich hier in Australien in dem Lebensmitteldiscounter ungefähr bei den Süßigkeiten angekommen bin. Hinter mir kommen zwei, meist blonde Mädels um die 20 in das Geschäft und geraten urplötzlich in Ekstase, sobald sie das Produktangebot sehen.  Leise und nur für mich selbst, zähle ich von drei Rückwärts und da ist er auch schon, der Satz, der mich fast zur Weißglut bringt: „Ohhhhhh, hier fühlt man sich ja gleich wie zu Hause!“ Mädels&#8230; wenn ihr ohne Gummibärchen nicht leben könnt, dann verlasst halt net das Land!!! Und vergesst es&#8230; gescheites Brot gibt’s auch hier nicht.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/melbourne/st-pauls-cathedral-2/" rel="attachment wp-att-2337"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/St-Pauls-Cathedral1-280x210.jpg" alt="" title="St Paul&#039;s Cathedral" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2337" /></a>Sobald ich meinen kleinen Ausbruch wieder unter Kontrolle und meine drohende Dehydrierung bekämpft habe, geht es dann also in die Straßenbahn. Diese fährt mich geduldig im Kreis um die Innenstadt und eine monotone Stimme erzählt mir auch gleich noch etwas über die Geschichte. So bin ich wenigstens etwas gebildeter, als ich – natürlich noch immer mit Rückenschmerzen – aus der Bahn steige.</p>
<p>Am Abend treffe ich mich mit Chris und wir gehen auf den viel gepriesenen Nachtmarkt am Queen Victoria Market. Der normale Obst-Gemüse-Souvenirmarkt hat mich trotz seines guten Rufs ja so gar nicht begeistert&#8230; Aber so viel Enthusiasmus von Seiten meiner Mitreisenden und diverser Reiseführer haben eine zweite Chance verdient ( und schließlich habe ich ja auch einige Jahre Oliven-Probieren gebraucht, bis ich sie endlich mochte).</p>
<p>Schon nach wenigen Minuten ist mir klar, dass es eine gute Idee war, mir meinen eigenen Australier mitzubringen. Sonst würde ich hier nämlich keinen einzigen Einheimischen sehen&#8230; kein Wunder, dass er bisher noch nie hier war. Der gesamte Markt ist voll von Backpackern auf der Suche nach günstigem Essen und billigem Alkohol. Es gibt allerhand Souvenirs zu kaufen, die zu meinem Erstaunen tatsächlich über die Schnapsgläser, Geschirrhandtücher und Schlüsselanhänger hinausgehen, die man sonst überall (und damit meine ich sämtliche Länder und Städte in denen ich bereits war) findet. Dafür singt ein Asiate irgendeine Schnulze. Diesen Auftritt kann man mit viel Wohlwollen allenfalls „mutig“ nennen&#8230; mein Versuch den Begriff „fremdschämen“ ins englische zu übersetzen scheitert kläglich&#8230; schade eigentlich&#8230; ist doch so ein schönes Wort&#8230;  zu dumm, dass mir jedesmal ein Schmerz durch den Rücken fährt, wenn ich lache.</p>
<p>Auch wir suchen uns etwas zum Essen (abgesehen von australischer Küche kann man hier wirklich alles bekommen) und verlassen dann schnellstmöglich das Marktgelände in Richtung Fitzroy, einem Stadtteil, den ich bisher noch nicht gesehen habe, der mir aber zugegebenermaßen ziemlich gut gefällt. Auch hier gibt es wieder nette Kneipen, Bars und Cafés&#8230; der „Lonely Planet“ hat Recht: in dieser Stadt geht es wirklich hauptsächlich um Essen und Trinken. Vor einigen Jahren wollte Starbucks hier eine Filiale aufmachen, woraufhin die Einwohner protestiert haben, aus (begründeter) Furcht, dadurch könnte die Café-Kultur zerstört werden. Was soll ich sagen&#8230; es gibt nach wie vor keinen Ableger der amerikanischen Kaffee-Kette&#8230; </p>
<p>Auf dem Nachhauseweg (oder sollte ich sagen Nachhostelweg?) sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben Possums in freier Wildbahn. Mann sind die süß!!!! Nachtaktiv, wie sie nunmal sind, tummeln sie sich in den Bäumen und starren einen mit Riesenaugen an. Irgendwie hat dieser Kontinent einfach unglaublich viele niedlich-lustige Tiere. Das gleicht fast wieder aus, dass einen die andere Hälfte mal eben um die Ecke bringen könnte&#8230; vielleicht hätte ich doch nicht Bill Brysons „Frühstück mit den Kängurus“ lesen sollen. Der Gute gerät nämlich wegen all der lebensgefährlichen Viecher ziemlich in Panik und beschreibt es mit einem solchen Humor, dass ich ebenfalls über eine übertriebene Angst nachdenke. Aber ich bin in einer Stadt und da es nicht Sydney ist (dort gibt es die giftigste aller Spinnen), kann ich doch beruhigt schlafen gehen. </p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/melbourne/who-stole-the-c/" rel="attachment wp-att-2339"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Who-stole-the-c-280x210.jpg" alt="" title="Who stole the c" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2339" /></a>Am nächsten Tag schaffe ich es dann endlich, mich mit Aafke zu treffen, der Holländerin, die ich aus Neuseeland kenne. Seit Christchurch haben wir beide einiges gesehen und erlebt und so dauert es einige übergroße Heißgetränke lang, bis wir uns über sämtliche Neuigkeiten ausgetauscht haben. Irgendwie lustig wenn man eine Zeit lang zusammen gereist ist, also ein gewisses Vorwissen hat und man sich dann Monate später wieder trifft und die „Lücken“ füllt. Aafke hat das zweite Beben in Christchurch miterlebt (das über Weihnachten), weil ihr (ausgerechnet in Neuseeland) ihr Rucksack mitsamt Reisepass geklaut wurde und sie nicht wie geplant nach Australien reisen konnte. Wegen dieser Planänderung war sie dafür dann nicht in Queensland, als die Flut kam&#8230; schon komisch, wie das Leben manchmal so spielt. </p>
<p>Auf der Suche nach einer angemessenen Abendgestaltung stolpere ich dann über ein Filmprojekt im „Australian Centre of the Moving Image“. Vier Personen ziehen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn mit jeweils einer Kamera los, nutzen die Stadt als Kulisse und Passanten als Statisten. Vorgeführt werden dann alle vier Filme parallel und es wird live entschieden, welcher Ton wann zu hören ist, wo es Musik gibt etc. Ich finde, das klingt spannend, kann aber leider niemanden davon überzeugen, sich mit mir auf dieses Kinoerlebnis einzulassen (und dabei hatte ich mich doch so gefreut in einer Stadt zu sein, in der ich Menschen kenne) und gehe alleine hin.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/melbourne/new-lake-in-the-city/" rel="attachment wp-att-2345"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/New-lake-in-the-city-280x210.jpg" alt="" title="New lake in the city" width="280" height="210" class="alignleft size-medium wp-image-2345" /></a>Ziemlich genau auf der Mitte des Weges zwischen Hostel und Kino, fängt es plötzlich an zu regnen.  Ich habe Glück und kann mich durch einen geschickten Sprung gerade noch in die überdachte Einfahrt eines Hotels retten, bevor der Himmel seine Schleusen öffnet und solche Wassermassen entlässt, wie ich es noch nie erlebt habe. So stehe ich eine Weile herum und starre in den Regen. Eine unglaublich romantische Situation, die ich da mal wieder mit mir selbst erlebe. In den ersten Minuten beobachte ich noch Menschen, die auf der Suche nach einem Unterschlupf durch den Regen rennen. Bereits nach kurzer Zeit rennt niemand mehr&#8230; wer jetzt noch draußen ist, ist ohnehin nass bis auf die Knochen. </p>
<p>Zum Glück hört der Regen irgendwann auf (wenn man sich in einem Land befindet, das zum Teil überschwemmt ist, beschleicht einen nach der Romantik doch irgendwann eine dezente Panik, wenn man so einen Regen sieht) und ich kann meinen Weg zum Kino fortsetzen. </p>
<p>Die Vorstellung beginnt damit, dass wir (die Zuschauer), die vier Schauspieler, die nur Unterwäsche tragen, im Treppenhaus mit Wunderkerzen und allerhand Lärm begrüßen und somit Teil der letzten Szene des Films sind. Danach geht’s in den Kinosaal und schnell wird mir klar, warum mir das Konzept irgendwie bekannt vorkam. Die Gruppe ist zwar international, ihr Ursprung aber liegt in München und Berlin. So gut mir die Idee auch gefällt, der Film an sich ist nicht so spannend&#8230; die Schauspieler haben das wohl schon zu oft gemacht&#8230; irgendwie fehlt die Spannung. Schade, es hätte so schön sein können&#8230; Irgendwie frustriert mich das&#8230;Vielleicht hätte ich doch lieber irgendwas anderes tun sollen, statt alleine ins Kino zu gehen, um mir ein Experiment anzusehen, das mich nicht vom Hocker reißt&#8230; und so wirklich günstig war es auch nicht&#8230; Auf dem Weg ins Hostel regnet es natürlich noch wieder und ich kaufe mir einen riesigen Keks und verfalle gerade so richtig schön in Selbstmitleid als ein Lastwagen neben mir durch eine Pfütze brettert und mir somit eine Dusche in Dreckwasser spendiert. Wer auch immer Drehbuchautor meines Lebens ist, mag offensichtlich die Klassiker. Und er weiß, dass er mich damit zum Lachen bringt.</p>
<p><a href="http://www.annakrusch.de/melbourne/federation-square-2-2/" rel="attachment wp-att-2335"><img src="http://www.annakrusch.de/wp-content/uploads/Federation-Square-21-280x210.jpg" alt="" title="Federation Square 2" width="280" height="210" class="alignright size-medium wp-image-2335" /></a>Melbourne ist eine dieser Städte, in denen man einfach nur herumgammeln und die Atmosphäre genießen kann. Alleine die Tatsache, dass es am „Federation Square“ (in alten europäischen Städten gibt es Marktplätze, die Aussies mussten sich extra einen zentralen Platz bauen) kostenloses Wi-Fi gibt, macht mich schon ziemlich glücklich und so verbringe ich unglaublich viel Zeit im Internet (weil ich&#8217;s kann) und bei kleinen, gemütlichen Spaziergängen. Außerdem besuche ich die National Gallery of Victory, ein unglaublich riesiges Kunstmuseum. Fast beeindruckender als die Bilder ist das Gebäude selbst&#8230; vor allem der Wasservorhang am Eingang&#8230;  und natürlich weiche ich den kulinarischen Genüssen nicht aus, schließlich sind diese Teil der Stadt. </p>
<p>Und so sitze ich an meinem letzten Tag am Ufer des unglaublich dreckigen Yarra River und trinke einen der hier so beliebten Fruchtshakes. Die Sonne scheint mir auf die Nase und der Straßenmusiker hinter mir spielt auf seiner Gitarre „Take Five“&#8230;  Zum ersten Mal auf meiner Reise verspüre ich eine gewisse Wehmut, weil ich Melbourne schon morgen verlasse&#8230;  ja&#8230; irgendwie hat sie mich gefangen, die Stadt, in der es aus einem mir nicht bekannten Grund Petersilie in den Blumenkästen vorm Rathaus gibt.</p>
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